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Notfallmedizin

Kolik

Der Begriff Kolik beschreibt zunächst einmal einen Schmerzzustand im Bauchraum des Pferdes, dem sehr viele Ursachen zugrunde liegen können. Die typischen Symptome sind Scharren, Flehmen, Wälzen oder vermehrtes Liegen, Schwitzen, Aufhören zu fressen, Unruhe oder Apathie. Diese Koliksymptome können in sehr unterschiedlichen Ausprägungsgraden von mild bis heftig auftreten. Sollte Ihr Pferd nur milde Symptome zeigen, können Sie zunächst versuchen, es 20 Minuten leicht zu bewegen. Wenn dann keine Besserung eingetreten ist oder das Tier heftige Symptome zeigt, sollten Sie einen Tierarzt rufen. Dieser wird nach einer Untersuchung entweder eine medikamentöse Therapie einleiten oder, falls nötig, eine Überweisung in eine Klinik anraten.

Hochgradige Lahmheit

Plötzlich auftretende starke Schmerzzustände in einer oder mehreren Gliedmaßen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Eine Hufrehe oder ein Hufgeschwür könnten genauso wie eine Fissur (Haarriss) oder eine Fraktur (Bruch) eines Knochens dahinterstecken. Einen Fissur-/Frakturverdacht können wir dank digitalem Röntgen direkt vor Ort überprüfen.

Fraktur

Verletzung

Verletzungen kommen bei Pferden häufiger vor. Wir entscheiden vor Ort, ob eine Wundversorgung mittels Naht nötig ist oder ob es reicht, die Wunde zu reinigen und einen Verband anzulegen. Sollte eine Gelenksbeteiligung nicht ausgeschlossen werden können, bereiten wir den Patienten mit einem Verband für den Transport in die Klinik vor.

Schlundverstopfung

Zu einer Schlundverstopfung kommt es, wenn Futter die Speiseröhre verlegt. Dies kann sowohl bei losen Futtermitteln (z.B. nicht eingeweichte Rübenschnitzel, Pellets) als auch bei einzelnen Futterstücken (Karotten, Äpfel) vorkommen. Die Pferde stehen dann häufig mit nach unten lang gestrecktem Hals, zeigen vermehrtes Speicheln, Husten oder Würgen und sind unruhig. Aus den Nüstern treten Futterpartikel aus. In der Wartezeit bis zum Eintreffen des Tierarztes massieren Sie am Hals entlang nach unten und versuchen, das Pferd im Schritt zu führen. Sinnvoll ist es, warmes Wasser bereit zu halten. In den meisten Fällen gelingt es, den Schlund per Sonde freizuspülen. Nur selten ist eine Kliniküberweisung notwendig.

Festliegen

Wenn ein Pferd nicht in der Lage ist, selbständig aufzustehen, handelt es sich um einen Notfall. Je nach Ursache für das Festliegen wählen wir unterschiedliche Medikamente und Infusionen, um es dem Tier zu ermöglichen aufzustehen.

Fieber

Pferde haben eine normale Körpertemperatur von 37-38,2°C. Haben sie hohes Fieber (über 39°C), fressen sie häufig nicht mehr und sind apathisch. Zunächst einmal ist Fieber eine natürliche Abwehrstrategie des Körpers gegen Krankheitserreger. Wir entscheiden nach der Untersuchung individuell über die Gabe von Fiebersenkern.

Auge

Verletzungen des Auges und seiner Umgebung sowie deutliche Anzeichen von Schmerz oder Entzündung (Kneifen der Augenlider, starker Tränenfluss, starke Schwellungen) sollten immer als Notfall betrachtet werden. -> Augenheilkunde

Zahnnotfall

In der Pferdemedizin sind echte Zahnnotfälle selten. Wenn Ihr Pferd stark speichelt und nichts fressen möchte, könnte das ein Hinweis auf eine Zahn- oder im schlimmsten Fall eine Kieferfraktur sein. Auch Verletzungen der Zunge kommen vor.

Phlegmone

Bei der Phlegmone handelt es sich um eine eitrige Entzündung der Unterhaut, die beim Pferd relativ häufig nach – manchmal nur sehr kleinen – Verletzungen an den unteren Gliedmaßenabschnitten vorkommt. Das Bein ist deutlich geschwollen, manchmal kommt Fieber hinzu.