Orthopädie

Die Diagnostik und Therapie von Lahmheiten und anderen Beschwerden am Bewegungsapparat wie Rückenschmerzen oder Probleme im Bereich von Hals und Genick des Pferdes spielen in unserer täglichen Arbeit eine große Rolle. Gerade auch in diesem Arbeitsfeld ist uns der ganzheitliche Blick auf den Patienten wichtiger als der Versuch einer schnellen – und dann häufig nicht nachhaltigen – Lösung eines Problems.

Beugeprobe

Darum stehen am Anfang einer Behandlung zunächst immer die gründliche klinische Untersuchung in Ruhe und in Bewegung auf hartem und weichem Boden. Beugeproben und eventuell das Betäuben einzelner Gliedmaßenabschnitte (Leitungsanästhesien) oder Gelenke (Gelenkanästhesien) grenzen den betroffenen Teil einer Gliedmaße ein. So gelingt es, das Problem zu lokalisieren, um es folgend mittels bildgebender Diagnostik abzubilden und eine exakte Diagnose zu stellen, die wichtig für die Wahl der bestmöglichen Therapie ist.

Vortraben auf hartem Boden

Es stehen uns dann eine ganze Reihe unterschiedlichster therapeutischer Verfahren zur Verfügung:

  • Gelenksinjektion z.B. Hyaluronsäure, Cortison
  • PRP (Platelet Rich Plasma) Es werden körpereigene Wachstumsfaktoren aus dem Blut des Patienten genutzt, um beispielsweise den Heilungsprozess bei Sehnenschäden oder Defekten des Fesselträgers zu optimieren.
  • IRAP (Interleukin-Rezeptor-Antagonisten-Protein, Orthokintherapie) eignet sich zur Therapie sowohl von Sehnen- als auch von Gelenkserkrankungen. Hierbei wird aus dem Blut des Patienten ein Gegenspieler des Entzündungsvermittlers Interleukin gewonnen und direkt am Ort der Erkrankung injiziert.
  • Tendoplus wird bei Sehnenverletzungen fächerförmig um den Defekt herum injiziert und sorgt für eine Entzündungshemmung, Bildung einer stabilen Fibrin-Matrix und somit einen verbesserten Heilungsprozess.
  • Neuraltherapie
  • Mesotherapie
  • Akupunktur
  • Blutegeltherapie
  • Lymphdrainage inklusive Anpassung von Kompressionsbandagen der Firma EquiCrown. Unsere Mitarbeiterin Sabrina Nicolai ist Equicrown-zertifizierte Lymphtherapeutin und führt neben der manuellen Lymphdrainage auch das Ausmessen Ihres Pferdes für eine Kompressionsbandage durch.

Wichtig ist es uns, auch mit Ihrem Hufschmied eng zusammen zu arbeiten, denn der richtige Beschlag kann für einen Therapieerfolg entscheidend sein.